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paradise |
>Dokumentation
eves´paradise
10.6.-20.6. 2009
Ausstellung
bei Scotty Enterprises / Oranienstraße 46 / 10969 Berlin
www.scotty-enterprises.de
Perfektion und lässige Ästhetik in einem gepflegten Randbiotop.
Pflanzen, Körper und Kunststoff in idealer Symbiose.
Ein flüchtiger Blick in dem sich unsere Sehnsucht spiegelt.
Ein Schritt und der Übergang gelingt.
Was erwarten wir? Struktur, Material, Idylle? Was wird die Zukunft
sein - unsere Herkunft?
Installation mit Wurzeln, Papier
und Konsumartikeln.
*poliflur* - eves’
paradise (Pressetext)
Vernissage am 10.6.2009 in den Räumen des Scotty Enterprises
/ Oranienstraße 46 10969 Berlin
Ausstellung bis 20.6. 2009
Öffnungszeiten
Mi – Fr 15 bis 19 Uhr
Sa 12 bis 16 Uhr
Im Schaufenster des nahezu kleinsten Hauses der Berliner Innenstadt
zeigt das Künstlerduo Anke Westermann/Ludger Drunkemühle
eine Installation rund um eine Fotoserie basierend auf einer aktuellen
Schaufensterdekoration der „Galerie Lafayette“. In den
Galerieräumen dieses Hauses am Rande Kreuzbergs 36 wird eine
Skulptur aus Wurzeln und einfachen Massenkonsumartikeln installiert,
die diese „Schaufensterdekoration“ auf eigenwillige
Art einlässt.
Auf den Bildern der Fotoserie sind Schaufensterpuppen in Bikinis
und Badeanzügen in einem nicht klar zu definierenden Raum zu
sehen. Jede ist reizvoll auf ihre Art, jede präsentiert sich
als entspannter und glücksumwobener Stereotyp. Die Umgebung
ist freundlicher Dschungel, wenn nicht das Paradies. Aber warum
so viele Evas? Wessen Paradiesvorstellung sehe ich hier eigentlich?
In dem Galerieraum der Blick hinaus zum Fenster, dasselbe Triptychon,
das uns zunächst den Blick nach draußen auf eine Stadtkulisse
suggeriert, aber die Rückseite zeigt dabei wieder eine neue
Sequenz der Szenerie.
Der kleine Galerieraum ist mit Wurzeln
und Topfschwämmen, Strohhalmen mit vordergründigem Natur-
wie augenfälligem Kunststoff umgedeutet. Ist das hier der Paradiesgarten
in einer künstlerisch wie auch immer abstrahierten Form? Oder
nimmt es buchstäblichen Bezug zu unseren Wurzeln? Ist es ein
ironischer Seitenkommentar auf das kleine Kreuzbergbiotop, das es
in seiner Funktion als exotenreichen Vorstadtgarten so wohl nicht
mehr lange geben wird, oder wartet gar Gunther von Hagens auf uns,
um uns in das zu zerlegen was wir sind, Fasern, Material, Struktur?
Teile dieses Arrangements bestehen
aus früheren Arbeiten, die in die entstehende Arbeit eingebunden
sind. |